Grundrezept für 24h Pizzateig, Napoletana Art
Seit der Veröffentlichung ist das Rezept meines 48h neapolitanischen Pizzateigs ein Dauerrenner auf meinem Blog. Über 48 Stunden entwickeln sich unvergleichliche Aromen und eine fantastische Dehnbarkeit, die es erlaubt, den Boden hauchdünn auszuziehen. Ich muss gestehen, die Zubereitungsdauer hat es gewiss in sich. Aufgrund kalter und langer Gare muss ausreichend Zeit eingeplant werden. Aus diesem Grund möchte ich dieses 24h Pizzarezept nachreichen. Ganz neu ist übrigens auch mein 100% BIGA Pizzateig, mit noch luftigerem und richtig wolkigem Rand.
Portionen: 6 Stück | Zubereitungszeit 24 Stunden | Schwierigkeitsgrad: fortgeschritten

In diesem Rezept tauchen ein paar Fachbegriffe auf, die ich im Beitrag Fachwissen von A bis Z ganz in Ruhe und verständlich erkläre. Wenn dir meine Rezepte gefallen, freue ich mich riesig über einen Kommentar am Ende des Beitrags. Dein Feedback bedeutet mir wirklich viel, denn nur so kann mein Blog weiter wachsen und immer besser werden.

Ein richtig guter Pizzateig braucht vor allem eines: Ruhe und Zeit. Nur so kann sich sein typisches Aroma voll entfalten. Je nach Temperatur und Hefemenge sind Gehzeiten von 24 bis 72 Stunden üblich. Für ein wirklich authentisches Ergebnis empfehle ich dir jedoch, dem Teig mindestens 24 Stunden zu gönnen. Im Internet findet man unzählige Rezepte für Pizzateig, der in kürzester Zeit backbereit ist. Dabei werden meist große Mengen Hefe eingesetzt, was geschmacklich eher an einen Haushaltshefeteig erinnert als an echte Pizza. Von der langen Ruhezeit profitiert nicht nur der Geschmack, sondern auch die Verträglichkeit. Oft ist es keine Glutenunverträglichkeit, die den Verdauungstrakt belastet, sondern schnell verarbeitete Teige.
Entdecke meine beliebtesten Pizza-Rezepte
Neben meinem 24-Stunden-Pizzateig findest du auf meinem Blog noch viele weitere Varianten, die du als echter Pizzaiolo unbedingt ausprobieren solltest. Klick dich gern durch meine Rezepte und finde selbst heraus, welcher davon dein persönlicher Favorit wird.
Meine Zutaten und Equipment
Anzeige Da mich immer wieder Fragen zu den verwendeten Produkten und meiner Küchenmaschine erreichen, habe ich dir hier mein Equipment sowie meine bevorzugten Zutaten zusammengestellt. Sie dienen dir einfach als Orientierung und kleine Hilfestellung.
Equipment: Küchenmaschine Probaker von Wilfa*, Pizzaofen Crust von Wilfa *Amazon Link Teigkarten von *Amazon Link, Teigboxen von *Amazon Link
Produkte: Weizenmehl Tipo 0 Nuvola von Caputo *Amazon Link, Hartweizengrieß von De Cecco *Amazon Link, Starter Set *Amazon Link
Nähere Informationen zum Rezept
Welches Mehl für Pizzateig neapolitanisch?
Grundsätzlich lege ich bei meinem Pizzateig großen Wert auf die Qualität aller Zutaten. Besonders das Mehl spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn es prägt das Aroma deines Teigs maßgeblich. Durch die lange, kalte Gare kann sich dieser Geschmack zusätzlich intensivieren. Ebenso wichtig ist der Glutengehalt des Mehls, da er für die nötige Elastizität sorgt. Stell dir deinen Teig wie einen Luftballon vor: Ist die Hülle dehnbar, kann die entstehende Luft gut gespeichert werden. Ist sie jedoch spröde, entweicht die Luft sofort. Genauso verhält es sich beim Pizzateig. Für einen schön luftigen, voluminösen Rand muss der Teig also ausreichend elastisch sein. Dabei spielt Gluten eine zentrale Rolle. Allerdings gilt auch hier: Mehr ist nicht automatisch besser.
Proteingehalt: Für Pizzateig liegt ein optimaler Proteingehalt bei etwa 11 bis 13 Prozent. Grundsätzlich gilt: Je kürzer die Reifezeit, desto geringer sollte der Proteingehalt des Mehls sein. Als Orientierung kannst du bei einer Reifedauer von 6 bis 8 Stunden von etwa 11% ausgehen, bei 24 bis 48 Stunden eher von rund 13%. So erreichst du ein ausgewogenes Verhältnis aus Dehnbarkeit, Verarbeitung und idealer Konsistenz. Ich arbeite mit Tipo-0- oder Tipo-00-Mehlen, dem italienischen Pendant zu den deutschen Typen 405 und 550. Aufgrund des Proteingehalts lassen sich deutsche Mehle nicht mit italienischen vergleichen.
Für diesen Pizzateig empfehle ich dir das Weizenmehl Tipo 0 Nuvola von Caputo *Amazon Link
Empfehlung Gärautomat
Ein Gärautomat hilft dir, die Teigtemperatur präzise zu steuern, zur perfekten Gare. Mehr dazu im Beitrag oder direkt zum Produkt.
Zubereitung
Zubereitungsschritte am Vortag
Am einfachsten gelingt die Zubereitung mit einer leistungsstarken Küchenmaschine. Die angegebene Teigmenge reicht für sechs mittelgroße Pizzen à 280 g. Zunächst 1kg des empfohlenen Weizenmehls mit 660g (eis)kaltem Wasser grob vermischen. Dieser Schritt wird Autolyse genannt und kann ganz einfach mit einem Rührlöffel erfolgen. Bild 1 zeigt, wie die Konsistenz dabei ungefähr aussehen sollte. Anschließend den Teig abgedeckt für 30 Minuten ruhen lassen.
Danach 1g Frischhefe in 20g Wasser auflösen, zum Teig geben und mit dem Knethaken 5 Minuten auf Stufe 1 kneten. Zum Schluss 28g Salz hinzufügen und den Teig weitere 15 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist.


Gegen Ende der Knetzeit löst sich der Teig von selbst von der Schüssel. Nimm ihn heraus und lege ihn auf eine leicht befeuchtete Arbeitsfläche. Nun folgt ein Dehn- und Faltvorgang, bevor der Teig in eine leicht geölte Teigwanne gelegt wird. Nach etwa 15 Minuten Ruhe kannst du einen Fenstertest durchführen. Ziehe mit leicht angefeuchteten Händen ein Stück des Teigs auseinander. Lässt er sich hauchdünn ausziehen, ohne zu reißen, ist er perfekt entwickelt. Anschließend ruht der Teig abgedeckt für rund 18 Stunden bei Raumtemperatur, etwa 20 °C. Verwende dafür ein ausreichend großes, leicht geöltes Gefäß, damit sich der Teig später problemlos lösen lässt.


Zubereitungsschritte am Backtag
Nach der 18-stündigen Ruhezeit gibst du den schön aufgegangenen Teig auf eine leicht befeuchtete Arbeitsfläche. Auf dem nächsten Bild siehst du mein Ergebnis nach dieser Phase. Der Teig sollte sich dabei von selbst aus der Schüssel lösen. Mit einer Teigkarte portionierst du anschließend Teiglinge zu je 280g und wirkst sie mit der Handkante rund. Die geformten Pizzaballen ruhen danach weitere 6 Stunden in einer abgedeckten Teigbox.




Empfehlung Teigboxen
Zur Lagerung der Pizzateiglinge eignen sich hervorragend sogenannte Teigboxen für Pizza- und Brotteig *Amazon Link
Anschließend werden die Teiglinge in ausreichend Hartweizengrieß geformt, belegt und gebacken. Dafür lege ich mir einen kleinen Berg Hartweizengrieß an und setze die Teigballen hinein. Von der Mitte aus drückst du den Teig vorsichtig nach außen. Durch sanftes Ziehen mit den Handflächen wird die Pizza dabei hauchdünn, während der Rand schön luftig bleibt. Siehe dir dazu mein Video an *Watchbetter.

Pizzaofen: die richtige Temperatur zum Pizzabacken
Die richtige Temperatur beim Pizzabacken ist entscheidend für das perfekte Ergebnis. Traditionelle italienische Pizzen werden in extrem heißen Öfen gebacken, typischerweise bei Temperaturen von 430°C bis 480°C. Diese hohen Temperaturen ermöglichen es, dass die Pizza innerhalb von einigen Minuten perfekt gebacken wird, wodurch der Boden schön knusprig und der Belag saftig bleibt.
Für diejenigen, die zu Hause auch ein echtes italienisches Erlebnis haben wollen, ist die Anschaffung eines speziellen Pizzaofens eine gute Investition. Ein qualitativ hochwertiger Pizzaofen kann wesentlich höhere Temperaturen erreichen als ein herkömmlicher Haushaltsofen – meine Empfehlung für den Hausgebrauch: … zum Produkt, oder für alle die mehr wollen … zum Produkt.
Es muss aber nicht immer gleich ein extra Pizzaofen sein. Auch ein guter Backstahl bringt schon hervorragende Ergebnisse. Hier kann ich diesen sehr empfehlen, den ich auch selbst im Einsatz habe … zum Produkt.





Grüß Dich,
mein Teig ruht bei einer Raumtemperatur von ca. 24 C. wie lange soll er ruhen?
Soll ich den Teig für ein paar Stunden in den Kühlschrank geben?
Danke für eine hilfreiche Antwort!
Günter
Grüß dich Günter, genau wie du schreibst ist es richtig. Ich würde den Teig „anspringen lassen“ – für dich als Richtwert, Volumenzunahme ca. 50%, anschließend über Nacht in den Kühlschrank. 50% Volumenzunahme ist ein Richtwert den ich gerne für meine kalten Garen verwende. Durch die kälte wird die Aktivität der Hefen stark gebremst. Viele Grüße und gutes Gelingen, Jochen 🙂
Herzliche Dank, Jochen!
Hi Jochen, mein Teig bekommt beim Gehen immer eine trockene ‚Kruste‘ obendrauf … wie kann ich das verhindern? Sollte das Tuch direkt auf dem Teig liegen? VG Inga
Hey Inga, ich nehme meist eine Folie und spanne ein Gummi um die Schüssel. So geht am wenigsten Feuchtigkeit verloren. Ich hoffe das hilft dir weiter. Liebe Grüße und einen tollen Sonntag, Jochen 😊☀️
Hallo Jochen,
bei welchen Teigen sollte man die Autolyse machen, den direkten oder indirekten Teigen oder immer?
Danke für eine Antwort.
Grüße Günter
Hey Günter, ich würde es eher an den getreidearten ausmachen. Bei roggenlastigen Teigen macht eine Autolyse keinen Sinn – da sich kein GLUTENNETZ aufbauen wird. Dinkel und Weizenteige hingegen profitieren von der Autolyse.
Hat dir das geholfen? Viele Grüße Jochen
Grüß Dich Jochen,
ich komme mit der Zeit , 24 Stunden so schlecht zurecht. Macht es etwas aus,
wenn ich den Teig bis 22 Stunden in der Kühlung halte und dann zur Raumtemperatur Gare übergehe?
Danke für eine Antwort!
Günter
Grüß dich Günter, die Zeit der kalten Gare kannst du bedenkenlos etwas variabel halten. 1-2 Stunden plus/minus sind kein Problem. Viele liebe Grüße Jochen
Hallo,
schön, dass ich dein Rezept gefunden habe, es ist für mcih die Bestätigung, dass man den teig nicht im Kühlschrank gehen lassen muss. In meinem Kühlschrank ist zu wenig Platz.
Ich habe bisher das Salz immer kleich im Wasser aufgelöst, weil ich finde, dass es sich dadurch gleichmäßiger verteilt. Spricht etwas dagegen?
Also, reicht es aus, den Teig ca. 24 Stunden gehen zu lassen. Aber wie könnte ich die letzte Gehphase verkürzen? 6 Stunden passen mir so schlecht. Lieber würen mir ca. 1,5 bis 2 Stunden, das würde besse mit meinem Feierabend passen.
Und warum nimmst du kein Öl in den Teig dazu?
Beste Grüße
André
Grüß dich André, grundsätzlich entwickelt der Teig seinen Geschmack über die Zeit. Ein 48h Teig wird immer etwas mehr Geschmack entwickeln als ein 24h Rezept. Beim 48h Rezept wird aufgrund der kalten Gare (Kühlschrank) das Wachstum der Hefen verlangsamt. Dadurch kann die Pizza länger ruhen und ihren Geschmack aufbauen. Beim 24h Rezept wird aus einer kalten Gare, eine warme Gare (bei Raumtemperatur) wodurch die Ruhezeit deutlich verkürzt wird. Möchtest du die Zeit noch mehr verkürzen, könntest du die Temperatur weiter anheben (26-28 Grad), auf Kosten des Geschmacks und der Konsistenz.
Wann man das Salz zum Teig gibt ist eine Frage der Philosophie. Salz schränkt unter gewissen Umständen die Vermehrung der Hefe ein. Deshalb gebe ich die Hefe und das Salz zeitversetzt zum Teig.
Öl macht ein Brot saftig aber auch weniger luftig. Vielleicht kennst du den typischen Unterschied einer schwäbischen Brezel (weich und saftig) und der bayrischen Brezel (leicht und knusprig). Das gleiche Prinzip hast du bei dem Pizzateig. Die neapolitanische Pizza ist bekannt für ihren voluminösen und luftigen Rand und einem dünnen, knusprigen Boden – deshalb auch ohne Öl oder anderem Fett.
Ich hoffe das konnte dir schon mal helfen,
Viele Grüße, Jochen 😊
Hallo, Ist es ein Problem wenn der Teig zu Klebrig sprich feucht ist.
Ich habe mich ganz genau an die Mengenangaben gehalten allerdings halt überall die Hälfte da ich nur 500g Mehl nehme, aber mein Teig klebt stark und sieht nicht so aus wie auf deinen Bildern.
Lg
ich gehe mal davon aus, du hast ein Mehl mit Protein größer 10-11% verwendet. Das ist sehr wichtig. Nach dem Mischen ist es erstmal normal, dass der Teig klebt. Die tolle Struktur bekommt der Teig erst durch das mehrfache Dehnen und Falten. Arbeite dabei immer mit nassen Händen! Dadurch klebt der Teig bedeutend weniger. Hilft dir das weiter? Viele Grüße Jochen
Ich habe genau dass selbe Mehl benutzt und habe es zuerst mit der Maschine und anschließend noch mit der Hand geknetet allerdings wurde es nicht besser.
Hab ihn mittlerweile Beiseite gestellt zum Gären der Fenstertest hatt zumindest funktioniert.
Bei den Zutaten schreibst du ja 660ml Wasser auf 1000g Mehl. Die Anschließenden 20ml Wasser mit der Hefe gebe ich zusätzlich dazu sprich 680ml oder werden die 20 ml von den 660ml genommen?
Lg
Der Fenstertest ist schon mal sehr wichtig, das ist gut! Ob der Teig noch ein wenig klebt, nachdem er aus der Küchenmaschine kommt, ist nicht ganz so entscheidend. Wichtig ist das anschließende Dehnen und Falten – der Teig sollte danach (mit feuchten Händen!) nicht mehr großartig kleben.
Genau! Also 660ml + 20ml für die Frischhefe. Die Zeit (24h) wird zusätzlich eine gute Arbeit (für die Konsistenz) leisten.
Hallo Jochen,
Mit 500 g Dinkelsbühl ( Typ1050 mit Eiweiß 12,5%) und je der Hälfte deiner Angaben für die Zutaten ging der Teig bei Raumtemperatur ordentlich auf, klebt aber extrem auch nach 48 Std. Dehnen und kneten trotz nasser Hände kaum möglich (eher zähfliessende Konsistenz)
Was habe ich falsch gemacht??
Hey Bernd,
hier kommen vermutlich mehrere Punkte zusammen. Dinkel ist in seiner Verarbeitung erstmal sehr Eigen und neigt schnell zum Überkneten und Breitlaufen. Einmal Überknetet, ähnelt der Teig einer klebrigen Mörtelmasse die nicht mehr zu bändigen ist. Zudem verwendest du eine hohe Type mit 1050. Je größer die Type, desto schwieriger baut sich ein notwendiges Glutengerüst auf – das bestätigt das Kleben des Teiglings. Wenn du auf Dinkel ausweichen möchtest würde ich dir zu einem 630er raten. Ich hoffe das hilft dir erstmal weiter. Schönen Abend dir und liebe Grüße Jochen
Hallo Jochen,
habe den Teig nach einen ähnlichen Teig gemacht, alles nach Anleitung.
Es wurden dort 600ml Wasser pro KG.
Mehl angegen und ca. 2 Hasselnuss große Menge Hefe(frisch).
Habe den Teig 10-15 min.
Mit der Küchenmachiene geknetet.
dann unterm feuchtem Tuch 14 Stunden bei 21Grad gehen lassen.
Dann 14 Stunden in den Kühlschrank.
Dann wollte ich ihn Formen und der Teig ist so überelastich, das der Teig wie ein Gummi immer wieder zurück in seine am Ausgangsposition zurück geht.
der Fenster Test geht, den Teig kann man ziehen und ziehen, aber nur nach langer Zeit eine Runde Pizza draus formen.
war es doch zuviel Hefe?
ich schätze, es waren 5 g.Hefe?
Das verwendete Mehl ist Typ 00.
würde mich über eine Hilfe freuen.
Hey Carol,
mit 600ml auf 1kg Mehl hast du eine Teigausbeute von 160 und somit einen festeren Teig als in meinem Rezept – je nach Proteingehalt vom Mehl, kann es unter Umständen auch gummiartig werden. Bei Pizzen bevorzuge ich grundsätzlich eine hohe Wassermenge, so wird der Rand voluminös, die Pizza lässt sich toll ziehen und wird selbst schön soft (der Boden natürlich kross). Das ist aber Geschmacksache, es funktioniert grundsätzlich beides. Beim Mehl würde ich dir raten einen moderaten Proteingehalt (Eiweiß) von ca. 11-13% zu wählen. Im Beitrag habe ich dir meine Mehle verlinkt. Die Hefemenge würde ich zudem stark reduzieren. Zwei haselnussgroße Stücke sind sehr viel und eine Übergare ist aufgrund der 14-stündigen Raumtemperatur-Gare vorprogrammiert. Auf 1kg Mehl genügen 1-2g Frischhefe. Entweder 24h bei Raumtemperatur oder 48h bei reiner Kühlschrankgare. Schau dir gerne auch mein 48h Rezept an. Ich hoffe das hilft dir weiter.
Viele liebe Grüße Jochen
Hallo Jochen,
Ich hatte noch 500g Dinkelsbühl Typ1050 und wollte daraus entsprechend deinen Angaben zur Hälfte 3 Teiglinge fertigen. Der Teig ging nach 24 Std. auf das doppelte auf, klebte allerdings sehr. Elastische Konsistenz, Fensterbrett funktioniert. Nach dem Kneten (nur mit nassen Händen möglich) kamen 4 Teiglinge je 250g heraus, allerdings blieben sie nicht rund sondern flossen langsam wieder zusammen. Jetzt, nach wieder 24 Sunden sind sie nochmals aufgegangen, bleiben aber klebrig. Ist mein erster Versuch gleich was für den Biomüll ??
Viele Grüße, Bernd
Hi Jochen,
was ist denn, wenn der Fenstertest nicht funktioniert? Kann man das noch retten?
Viele liebe Grüße! Sandra
Hey Sandra, zu welchem Zeitpunkt? Beim Pizzateig baut der Teig auch in der kalten Gare noch ordentlich Struktur auf. Liebe Grüße Jochen
Zum angegebenen Zeitpunkt deiner Beschreibung. Also nach den 15 Minuten bei warmer Gare.
Hab den Teig jetzt nach den 18 Std geteilt. Ist aber noch sehr klebrig und ohne feuchte Hände nicht zu formen.
LG
Hi Jochen, zu deinem angegebenen Zeitpunkt – also nach den 15 min Ruhezeit nach dem kneten.
Der Teig war bis zum Backen recht klebrig. Ich habe dann mit Mehl die Pizza ausgearbeitet. Die Pizzen waren sehr lecker im Geschmack und knusprig.
Zwei Teiglinge waren noch übrig und die hab ich in den Kühlschrank gegeben um sie am nächsten Tag zu verarbeiten. Da war der Teig noch schlimmer. Ich hab es aber trotzdem hinbekommen und geschmeckt hat es lecker 😊 wie am Vortag.
Hey Sandra, zum Thema Kleben: Nach dem Kneten in der Maschine ist das Dehnen und Falten ein entscheidender Schritt für einen geschmeidigen Teig. Falls der Teig nach dem ersten Dehnen und Falten noch klebrig bleibt, kannst du den Vorgang einfach wiederholen. Dadurch stärkst du das Teiggerüst zusätzlich und machst den Teig elastischer.
Beim Arbeiten mit Pizzateig nutze ich grundsätzlich nasse Hände (außer beim Formen der Pizzen), denn so bleibt nichts haften. Zusätzlich spielt das Mehl eine wichtige Rolle beim Klebeverhalten: Es sollte mindestens 11 bis ca.13 % Proteingehalt haben. Andernfalls kann es nicht genug Wasser binden, und der Teig wird eher schmierig und klebrig bleiben.
Ich freue mich riesig, dass euch die Pizza so gut geschmeckt hat und sie trotz kleiner Herausforderungen so gut gelungen ist! 😊 Liebe Grüße Jochen
Hallo Jochen, bin heute auf dein Rezept gestoßen und wollte es mal ausprobieren.
Dein Teig wird einmal 5 Minuten und dann noch einmal 15 Minuten in der Küchenmaschine geknetet. Muss es auch so lange sein wenn ich es im Thermomix knete?
Hallo Jochen, danke für das Rezept. Ich habe auch einen Thermomix und mich würde interessieren wie lange man ihn darin kneten muss, es gibt ja eine spezielle Teig kneten Funktion.
Danke für deine Antwort vorab 😊
Grüsse aus Passau, Christina
Hallo Christina 😊, sehr gern! Ich selbst habe zwar keinen Thermomix und kann daher nur eingeschränkt etwas dazu sagen. Grundsätzlich ist das Kneten in der Maschine jedoch nicht der entscheidende Punkt, viel wichtiger ist das anschließende Dehnen und Falten, also der Prozess außerhalb der Maschine. Mein Tipp wäre, den Teig im Thermomix etwa 5–10 Minuten zu kneten, bis er schön homogen ist. Danach folgt der erste Faltvorgang. Dabei wirst du merken, ob der Teig den Fenstertest bereits besteht oder ob ein zweiter Faltvorgang nötig ist. Ziel ist es, dass der Fenstertest am Ende funktioniert. Ich hoffe, das hilft dir weiter 😊 Liebe Grüße Jochen
Hallo Jochen. Hab dein Rezept nun zum dritten Mal angewendet und bin vom Geschmack und Backverhalten begeistert. Leider schraubt sich der Teig immer am Knethaken meiner Küchenmaschine (Chef Cuisine) nach oben und macht eine riesen Sauerei. Auch beim Falten bleibt der Teig recht klebrig und wird nach dem 3.-4. Faltvorgang auf einen Schlag schlimmer. Als Mehl hab ich das Bio Spezialmehl Tipo 00 der Frießinger Mühle genommen.
Danke für das tolle Rezept
Thomas
Grüß dich Thomas, eine tolle Methode ist mit Reservewasser zu arbeiten. Halte dir von der Wassermenge bspw. 50g erstmal zurück. Deine Maschine kann dadurch erstmal einen festeren und besser greifbaren Teig bearbeiten. Dadurch entwickelt sich schneller ein brauchbares Gluten-/Teiggerüst. Sobald du merkst, dass der Teig Struktur bekommt, gibst du nach und nach das restliche Wasser dazu. Beim Falten IMMER mit nassen Händen arbeiten und auch nicht überdehnen. Das Mehl selbst kenne ich nicht, aber mit 12g Protein – habe eben mal nachgeschaut – kommt das schon ganz gut hin. Hoffe das hilft dir weiter. Liebe Grüße Jochen 🙂
Hallo Jochen,
ich würde gerne Teigballen einfrieren,da ich keine 6 auf einmal brauche. Nach welchem Arbeitsschritt sollte der Teig eingefroren werden? Vielen Dank für deine Antwort
Grüß dich Kai, sorry für die späte Rückmeldung. Die Teigballen kannst du nach dem Formen, also nach der 18-stündigen Gare, direkt portioniert einfrieren. LG Jochen 🙂
Hallo Jochen,
Habe auch eine Wilfa im Einsatz ( Bin eher Brotbäcker) und habe zu deinem Rezept 24 Std Pizza 2 Fragen
1. im Rezept steht 5 Minuten kneten auf Stufe 1, weiter unten dann 5 Minuten auf Mittlerer Stufe, was ist richtig ?
2. danach 15 Minuten weiterkneten ; auf welcher Stufe ?
Vielen Dank im Voraus für deine Antwort
Grüß dich Leo, beim ersten Kneten geht es vorwiegend darum, dass sich alle Zutaten gründlich verbinden. Bei der Probaker kannst du für die 5 Minuten Stufe 20 verwenden. Zum eigentlichen Auskneten darf es dann schon schneller sein, Stufe 50-60. Wichtig ist schlussendlich, dass der Fenstertest am Ende funktioniert. Das würde ich auch als Maßgabe heranziehen. Ich hoffe, das hilft dir weiter. Viel Erfolg beim Pizzabacken! LG, Jochen
Hallo Jochen,
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich werde es nach der Vorgabe einmal probieren, habe nur Sorge, dass der Teig zu warm wird bei so viel Kraft und Dauer.
Ich werde berichten, wie das Ergebnis aussieht
Danke nochmals
Leo