Linsen mit Spätzle, ein schwäbisches Originalrezept
Portionen: ca. 4 Stück | Zeit: ca. 60 Min. | Schwierigkeitsgrad: Einfach
Omas Linsen mit Spätzle gehören zu den Gerichten, die für mich sofort ein Gefühl von Zuhause auslösen. Bodenständig, ehrlich und zum Niederknien gut sind sie in der schwäbischen Küche nicht wegzudenken und für mich untrennbar mit Kindheitserinnerungen verbunden. Das Gericht braucht nur wenige, einfache Zutaten, die zusammen etwas unglaublich Herzhaftes ergeben. Sämige Linsen, fein abgeschmeckt mit Essig und Gewürzen, dazu Spätzle. Gerade weil das Rezept so schlicht ist, kommt es auf die kleinen Details an. Der richtige Garpunkt der Linsen, eine schöne Säure und die perfekte Bindung machen den Unterschied. Ich koche dieses Rezept regelmäßig, weil es einfach immer passt. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie dir schwäbische Linsen mit Spätzle ganz einfach gelingen. Ehrlich, traditionell und voller Nostalgie.


Du entscheidest selbst, ob du unseren schwäbischen Klassiker vegetarisch zubereiten möchtest oder nicht. Für die vegetarische Variante kannst du den Speck ganz einfach weglassen. Ich hoffe, dir gefällt das Rezept und freue mich sehr über einen Kommentar am Ende der Seite. Als passenden Nachtisch kann ich dir ein wunderbares Rezept empfehlen. Karthäuser Klöße mit Weinschaumsoße *zum Beitrag runden dein schwäbisch-badisches Dinner perfekt ab.
Weitere Details zum Rezept
Unterschied zwischen Tellerlinsen und Berglinsen
Egal ob für Linsen mit Spätzle, wohltuende Eintöpfe oder eine klassische Linsensuppe, für deftige Gerichte greife ich grundsätzlich zu klassischen Tellerlinsen. Sie gehören zu den größeren Sorten, haben einen kräftigen Eigengeschmack und sind in Grün, Orange und Braun erhältlich. Berglinsen sind dagegen kleiner, fester und aromatischer. Eine ausgeprägte Bissfestigkeit passt für mich jedoch nicht zu einem traditionellen Linsengericht. Linsen mit Spätzle sollen sämig sein, mit weich und leicht mehlig kochenden Linsen. Man könnte es fast als eine Art schwäbisches Risotto beschreiben. Genau dafür sind Tellerlinsen ideal geeignet, weshalb ich ausschließlich diese Sorte verwende. Ursprünglich wird das Gericht mit Alblinsen gekocht, einer regionalen Linsensorte von der Schwäbischen Alb.
Müssen Linsen eingeweicht werden?
Linsen können vor dem Kochen, am besten über Nacht, eingeweicht werden. Dadurch verkürzt sich die Kochzeit von etwa 45 Minuten um rund die Hälfte. Außerdem werden die Linsen bekömmlicher und leichter verdaulich. Als Faustregel gilt, zum Einweichen etwa die dreifache Menge Wasser zu verwenden. Besonders bei kleineren Linsensorten ist das Einweichen eher unüblich. Auch bei Tellerlinsen nehme ich die längere Kochzeit bewusst in Kauf und verzichte darauf, sie bereits am Vorabend einzuweichen.
Wie viele Linsen pro Person?
Wie viele Linsen du pro Person einplanst, hängt stark vom Hunger deiner Gäste ab. Als Hauptgericht kannst du mit etwa 100 g Tellerlinsen pro Person rechnen. Diese Menge ist für einen guten Appetit ausgelegt. Mit einer Portion dieses Gerichts deckst du außerdem bereits einen großen Teil deines täglichen Bedarfs an wichtigen Ballaststoffen.
Was sind Saitenwürstchen?
Seitenwürstchen oder wie ich sagen würde Saidewürschtle sind im Grunde nichts anderes als Wiener Würstchen. Es handelt sich um eine Brühwurst im knackigen Saitling, also einem Naturdarm. Wenn du nicht aus Schwaben bist, kannst du ganz unkompliziert zu Wiener Würstchen, Frankfurter Würstl oder Krenwürstchen greifen.
Gute Brühe als Basis für Suppen und Eintöpfe
Eine gute Brühe ist für mich die wichtigste Basis für Suppen und Eintöpfe. Am liebsten koche ich sie selbst, denn nur so habe ich die volle Kontrolle über Geschmack, Zutaten und Würze. Eine hausgemachte Brühe bringt Tiefe und Charakter ins Gericht und macht gerade einfache Rezepte besonders rund. Wenn du deine Brühe ebenfalls selbst ansetzen möchtest, findest du bei mir zwei bewährte Grundlagen: meine klassische Hühnerbrühe und eine kräftige Rinderbrühe, die ich regelmäßig als Basis verwende.
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