Japan Rundreise: 3 Wochen Neonlicht, Tempel & das beste Essen der Welt – Unsere komplette Route

Japan. Wo fangen wir an? Japan ist kein Land, das man einfach nur bereist. Japan ist ein Zustand. Es ist der Moment, wenn du aus dem Flieger steigst und merkst, dass selbst die Hektik einer Millionenstadt hier eine unglaubliche Ordnung hat. Es ist der erste Schluck der Ramensuppe, das vorbeirauschen der Shinkansen-Züge und der Kontrast zwischen uralten Schreinen und schriller Reklame.

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Vom 17. Oktober bis zum 7. November 2025 haben wir uns den Traum von der „Golden-Route“ in Verbindung bei der neuen „Goldenen Route“ erfüllt. Aber wir haben sie auf unsere Art gemacht: Gemütlich mit privaten Teezeremonien, Kaffeekultur und einer fast schon obsessiven Suche nach den perfekten Ramen. Motto der Reise und auch WhatsApp-Gruppenname war: „30 Ramen in 21 Tagen“ – zu unserem ganz persönlichen Japan Ramen-Guide.

In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf unsere 21-tägige Reise von Tokio (klick zum Tagebuch) über Kanazawa und Kyoto bis nach Osaka und Hakone. Hier sind alle unsere Stopps, Unterkünfte, Restaurant-Tipps und wie wir von A nach B gekommen sind. Schnappt euch einen Tee (oder Matcha), los geht’s.

Japan Rundreise: Die Route im Überblick

Wir wollten den klassischen „First Timer“-Mix, aber mit genug Zeit zum Essen.

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Tokio: 4 Nächte | Ankommen in Japans Metropole *zum Tokio-Tagebuch
Kanazawa: 2 Nächte | Das Japan der Samurai & Gärten (klein Kyoto)
Kyoto: 4 Nächte | Tempel, Tradition & Design
Osaka: 5 Nächte | Streetfood-Basis für Ausflüge (Himeji, Kobe, Nara)
Hakone: 2 Nächte | Wellness & Mount Fuji
Tokio: 3 Nächte | Shopping & Finale

Vorbereitung: Essentials vor der Reise

Japan selbst ist sehr unkompliziert und man kommt sehr schnell rein, aber etwas Vorbereitung ist nötig bzw. folgende Dinge sollte man unbedingt mitbringen

Warum solltest du Bargeld bei dir haben?

  • Kleine Ramen-Bars (Ticket-Automaten), Lokalitäten und Tempel nehmen oft nur Bargeld an.
  • Unbedingt eine physische Kreditkarte mitnehmen, die auch in einen Kartenschlitz einzustecken ist, da kontaktlose Kreditkarten oft nicht akzeptiert werden.
  • TIPP: Geht mit den großen Scheinen aus dem Automaten gleich in den nächsten Convenience-Store (7-Eleven, FamilyMart, Lawson) und kauft eine Kleinigkeit. Bezahlt mit dem großen Schein. Warum? Damit ihr sofort Kleingeld für die kleinen Ramen-Läden habt, die oft keine großen Scheine in deren Automaten annehmen.

Internet in Japan: Pocket WiFi, eSIM

GoogleMaps ist lebensnotwendig, um unter anderem die Ausgänge in den riesigen Bahnhöfen zu finden. Wir haben uns jeweils eine eSIM fürs Handy (Voraussetzung ist ein eSim fähiges Handy) geholt. Hier gibt es verschiedene Anbieter, die verschiedene Netze in Japan verwenden und verschiedene Pakete anbieten (Flex je MB, Fix mit festgelegtem Datenvolumen oder unbegrenzt für einen Zeitraum). Für Japan war unsere Auswahl Roamless, da diese für unseren Reisezeitraum von 21 Tagen das beste Preisleistungsverhältnis bot. Über diesen Code (NAMDHR0O) erhaltet ihr 5 Euro Startguthaben bei Anmeldung in der App. Diese kann vorher in Deutschland installiert werden und eingerichtet werden (unter Einstellung die Sim aktivieren) und in Japan direkt verwendet werden.

Diese Sehenswürdigkeiten frühzeitig buchen

Viele beliebte Attraktionen müssen im voraus gebucht werden und hier gilt es wie bei Konzerttickets, zum Verkaufsstart bereitstehen und schnell sein!

  • Universal Studios Japan (USJ): Wenn ihr in die Super Nintendo World wollt, braucht ihr entweder Glück (früh da sein) oder Geld. Wir haben uns Express Pässe (7 Attraktionen) gekauft und uns für die meisten Attraktionen jeweils 2-3 Stunden Wartezeit erspart). Teuer, aber ihr skippt die Schlangen und habt garantierten Zutritt zur Mario-Welt. Kauft sie, sobald sie online gehen (ca. 2 Monate vorher)! Man braucht neben dem Express Pass noch das normale Eintrittsticket für die USJ.
Japan Rundreise 3 Wochen: Route, Planung & Insider-Tipps, Super Nintendo World
Japan Rundreise 3 Wochen: Route, Planung & Insider-Tipps, Super Nintendo World
  • Themen-Cafés, Pokémon oder Kirby Café Reservierungen öffnen 30 Tage vorher um 18:00 Uhr japanischer Zeit. Die Server brechen oft zusammen, viel Glück!
  • Shibuya Sky, die Tickets zum Sonnenuntergang sind als erstes weg. Tickets gehen 4 Wochen vorher online.
  • Ghibli Park / Ghibli Museum, das Schwierigste überhaupt. Tickets gehen oft am 10. des Vormonats online und sind in Minuten weg. Wecker stellen!
  • TeamLab Planets/Borderless/Biovortex, bucht diese Tickets ca. 2 Monate vorher, um euren Wunsch-Slot zu bekommen.
Japan Rundreise 3 Wochen: Route, Planung & Insider-Tipps, TeamLab
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Nützliche Apps und Webseiten für Japan

Es gibt viele nützliche Apps (teilweise erst in Japan installierbar), die einem die Reise erleichtern und teilweise unerlässlich sind:

  • Google Maps: Vergesst Apple Maps in Japan. Google Maps ist hier unschlagbar. Es zeigt nicht nur die Route, sondern auch den Fahrpreis und in welchen Wagon ihr einsteigen müsst, um am Zielbahnhof direkt vor der Rolltreppe oder dem richtigen Ausgang zu stehen. Die Bahnhöfe sind riesig, der falsche Ausgang „B24“ statt „B4“ kann 15 Minuten Umweg bedeuten.
  • Google Translate (für Offline-Nutzung): Die Kamera-Funktion ist lebenswichtig, um Speisekarten, Toiletten- und Waschmaschinen-Knöpfe zu übersetzen!
  • NAVITIME: Diese App ist super, wenn ihr den Japan Rail Pass nutzt. Ihr könnt einstellen „Nur Züge, die mit dem Pass gültig sind“. Außerdem zeigt sie oft bessere Alternativen bei Störungen an.
  • SmartEX: Wenn ihr Einzeltickets für den Shinkansen kauft und nicht den teuren Rail Pass habt. Ihr könnt Sitzplätze (auch die für übergroße Koffer!) in der App buchen und ändern. Ihr könnt das Ticket mit eurer Suica-Karte im Apple Wallet verknüpfen. Dann tippt ihr am Shinkansen-Gate einfach nur mit dem Handy und braucht kein Papierticket abholen.
  • CardReader: Hält man die physische IC-Card (Suica) an das Handy, zeigt die App die letzten Transaktionen sowie das Guthaben an.
  • Tabelog (keine App nur Website): Japaner benutzen keine Google Bewertung für die Restaurant, sondern Tabelog. Die Bewertung der Japaner ist etwas konservativer als wir es kennen:
    • < 3.0: Eher meiden.
    • 3.0 – 3.5: Solide, gut.
    • 3.5 – 4.0: Exzellent (Hier stehen die Leute an!).
    • > 4.0: Götter-Niveau (Monate im Voraus reservieren).
  • Coin Locker Navi und Ecbo Cloak: Ihr wollt noch kurz einen Tempel anschauen, aber nicht den Rucksack schleppen? Diese App rettet euch davor, planlos durch den riesigen Bahnhof Shinjuku zu irren und nach einem freien Fach zu suchen. Er zeigt dir den nächsten freien Locker an.
  • Klook und KKDay: Für Tickets zu bestimmten Attraktionen oder Ausflügen. Tickets für den Tokyo Skytree, teamLab, Shibuya Sky oder Shinkansen-Pässe sind hier oft günstiger als vor Ort und ihr habt den QR-Code direkt auf dem Handy.
  • Payke: Ihr steht im Don Quijote oder 7-Eleven vor einem Regal mit Kosmetik oder Snacks und alles ist auf Japanisch. Scannt den Barcode mit Payke und die App sagt euch auf Deutsch/Englisch, was es ist, welche Inhaltsstoffe drin sind und wie man es benutzt. Ein Shopping-Retter!
  • LUUP: E-Scooter und E-Bike Sharing in Tokio und Osaka. Perfekt, um kurze Strecken zu überbrücken, ohne in die U-Bahn abzutauchen oder die Füße nach 25.000 Schritten zu schonen. Achtung: Ihr müsst einen kurzen Verkehrsregel-Test in der App bestehen (ist auf Englisch), bevor ihr fahren dürft.
  • Coke On: Mit der App sammelt ihr Stempel für jedes gekaufte Getränk an einem Coca-Cola-Automaten. Nach 15 Stempeln gibt es eins gratis. Ein lustiges kleines Gamification-Feature für zwischendurch.
  • Splitwise: Wenn ihr als Gruppe reist. Japan bedeutet viel Bargeld-Handling („Ich zahl das Ramen am Automaten, du den Einkauf bei 7-Eleven“). Tragt alles in Yen ein, die App rechnet es um und sagt am Ende, wer wem wie viel schuldet. Verhindert Streit ums Geld und lästiges Aufteilen.

Das Stempelbuch für deine Japan Reise

Wir haben auf unserer Reise an verschiedenen Bahnhöfen und Sehenswürdigkeiten Stempel gesammelt. Macht sehr viel Spaß und hat einen gewissen sucht Faktor. Zudem hat man eine schöne erinnern. Hierfür sollte man schon vor Antritt der Reise ein kleines Notizbuch etwa Din A6 kaufen. Wir hatten dieses Stempelbuch *Amazon Link für unsere Reise.

Japan Rundreise 3 Wochen: Route, Planung & Insider-Tipps, Stempelkarte
Japan Rundreise 3 Wochen: Route, Planung & Insider-Tipps, Stempelkarte

Packliste für deine Japan Reisen

  • Bequeme Schuhe: Wir sind durchschnittlich 20.000 Schritte am Tag gelaufen. Lasst die High Heels zuhause.
  • Kleines Handtuch: Auf vielen öffentlichen Toiletten gibt es keine Papiertücher zum Händetrocknen. Japaner haben immer ein kleines Stofftuch dabei.
  • Powerbank: Google Maps und Google Übersetzer frisst Akku. Ohne Powerbank geht ihr um 14 Uhr „offline“ und seid verloren. Die Wichtigkeit zeigt sich ebenso an den unzähligen Powebank-Ausleih-Stationen meist in den Convenience Store des Anbieters ChargeSPOT
  • Deo: Japanisches Deo ist… schwach. Bringt eures von zuhause mit.
  • Mülleimer-Beutel: Es gibt in Japan fast keine öffentlichen Mülleimer (wegen der Sauberkeit nimmt jeder seinen Müll mit). Habt immer eine kleine Tüte im Rucksack für euren Müll.

Unterwegs in Japan: wichtige Verkehrsmittel

Japanische Züge sind ein Wunderwerk: Sie sind pünktlich auf die Sekunde, sauber wie ein OP-Saal und extrem effizient. Aber das funktioniert nur, weil alle mitmachen. Als Tourist fällt man schnell auf, wenn man sich benimmt wie in der S-Bahn zuhause. Damit ihr keine bösen Blicke (oder das stille Kopfschütteln der Locals) erntet, sind hier die goldenen Regeln für U-Bahn und Zug.

Shinkansen & Fernzüge

Für längere Strecken zwischen den Städten haben wir Einzeltickets gekauft, die sind oft günstiger als ein JR Pass. Es lohnt sich, vorab zu prüfen, welche Strecken mit welchen Pässen abgedeckt sind (z. B. hier: https://www.japan-guide.com/railpass/). Die Tickets konnten wir ganz unkompliziert nach der Ankunft in der jeweiligen Stadt an Automaten oder im Ticket Office kaufen. Meist bekommt man zwei Karten: das eigentliche Ticket und eine extra Sitzplatzreservierung. An den Drehkreuzen müssen immer beide Karten gleichzeitig in den Schlitz gesteckt werden. In manchen Bahnhöfen, zum Beispiel in Tokio (Ueno), wird zusätzlich eine IC-Card benötigt. Falls etwas unklar ist: An fast jedem Drehkreuz sitzt ein Mitarbeiter, der schnell weiterhilft.

Japan Rundreise 3 Wochen: Route, Planung & Insider-Tipps, Shinkansen

Nahverkehr, U-Bahn und Co

Für den Stadtverkehr in Japan ist eine IC-Card das A und O. Mit ihr bezahlt man U-Bahnen, Busse und teilweise sogar Einkäufe im Convenience Store (z. B. bei 7-Eleven). Die Nutzung ist super einfach: Karte oder Handy kurz ans Drehkreuz halten – fertig. Ein großer Vorteil: Da die IC-Card auch in vielen Läden akzeptiert wird, lässt sich das restliche Guthaben am Ende der Reise problemlos aufbrauchen. Wir haben z. B. am Flughafen unsere letzten Snacks mit der IC-Card bezahlt. Reicht das Guthaben im 7-Eleven nicht ganz aus, kann der Restbetrag bar oder mit Kreditkarte beglichen werden – perfekt, um alles loszuwerden.

Grundsätzlich gibt es vier IC-Card-Varianten (von verschiedenen Anbietern wie Suica, Pasmo, ICOCA usw.). Sie funktionieren im Alltag alle sehr ähnlich:

  • 1. IC-Card direkt auf dem Smartphone: iPhone (Wallet) und in Japan produzierte Android-Smartphones (Google Wallet). Suica kann direkt ins Wallet geladen und jederzeit aufgeladen werden. Alle Ausgaben sind übersichtlich einsehbar. Zum Bezahlen reicht es, das Handy ans Lesegerät zu halten, sogar ohne Entsperren
  • 2. Welcome Suica oder Pasmo Passport (physische Karte): Für Android-Nutzer, deren Smartphones nicht in Japan produziert wurden. Gültig für bis zu 28 Tage. Erhältlich an vielen JR-Automaten und Schaltern. Wichtig: Kauf und Aufladen meist nur mit Bargeld oder physischer Kreditkarte möglich
    (kontaktloses Bezahlen per Kreditkarte ist in Japan noch nicht überall verbreitet)
  • 3. Standard-Suica oder Pasmo Standard (physische Karte): Funktioniert wie die Welcome-/Passport-Variante, 10 Jahre gültig, Restguthaben kann bei Rückgabe ausgezahlt werden, 500 Yen Pfand, das man zurückbekommt. Erhältlich an Bahnhöfen und in Convenience Stores
  • 4. Ausnahme: Städte ohne IC-Card-System. In einigen Städten (z. B. Kanazawa) wird keine IC-Card genutzt. Dort kann man stattdessen einfach mit einer kontaktlosen Kreditkarte (Visa/Mastercard) per Tap und kontaktlos am Lesegerät bezahlen.
    Japan Rundreise 3 Wochen: Route, Planung & Insider-Tipps, Stadt Tokio

    Fahren mit der U-Bahn: In japanischen Städten gibt es mehrere U-Bahn-Anbieter: neben der staatlichen JR-Line (Japan Rail) auch viele private Gesellschaften. Deshalb unterscheiden sich die Preise für Einzelfahrten je nach Linie, und Tagespässe gelten nicht immer auf allen Linien – besonders in Tokio.
    Die unterschiedlichen Preise werden aber transparent in Google Maps angezeigt, sodass man keine Überraschungen erlebt. Im Alltag merkt man von diesen verschiedenen Systemen kaum etwas: Man hält einfach die IC-Card ans Lesegerät am Drehkreuz, und der richtige Betrag wird automatisch abgebucht. Schließt sich die Schranke beim Tappen, kann das zwei Gründe haben:

    • Das Guthaben auf der IC-Card reicht nicht mehr aus
    • Oder das Auschecken bei der vorherigen Fahrt wurde nicht korrekt registriert

    Beides lässt sich problemlos beim Stationsmitarbeiter am Drehkreuz klären – das geht schnell und unkompliziert.

    Das U-Bahn-Netz in Tokio: wirkt auf den ersten Blick überwältigend, ist aber eigentlich sehr logisch aufgebaut. Das Herzstück ist die Yamanote-Line, eine Ringbahn, die die wichtigsten Stadtteile verbindet → Tipp: Wenn möglich, eine Unterkunft in der Nähe einer Station dieser Linie wählen. Die Yamanote-Line ist mit „JY“ abgekürzt, und die meisten anderen Linien kreuzen sie. Jede Linie hat: eine eigene Farbe, eine Abkürzung, einen eigenen Jingle, der bei der Einfahrt in den Bahnhof abgespielt wird. Zusätzlich haben alle Stationen eine Nummer → z. B. ist Shinjuku auf der Yamanote-Line JY 17

    Diese Kombination aus Farben, Kürzeln und Nummern macht die Orientierung erstaunlich einfach, auch ohne Japanischkenntnisse.

    Google Maps ist in Japan sehr zuverlässig: einfache Verbindungssuche, Anzeige der richtigen Linie und Richtung, oft sogar der empfohlenen Waggon-Tür, um am Ziel den kürzesten Weg zu haben (Türen sind auf Bahnsteig und im Zug nummeriert). Kurz gesagt: Einsteigen, IC-Card dranhalten, Google Maps folgen.

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    Fahren mit den Bussen: Anders als bei der U-Bahn hält man die IC-Card beim Einsteigen und beim Aussteigen an das Lesegerät. Meist ist der Ausstieg nur vorne beim Fahrer möglich. Der Fahrpreis wird erst beim Aussteigen berechnet und automatisch vom Guthaben abgezogen. Falls man unsicher ist, zeigt ein Display im Bus den aktuellen Fahrpreis an, und der Fahrer hilft bei Fragen in der Regel freundlich weiter.

    Fahren mit dem Taxi: Fahrten mit dem Taxi sind vergleichsweise zu den öffentlichen sehr teuer. Die App GO bietet einem die Sicherheit die Kosten vor Buchung einzusehen, wie bei Uber. Wir haben diese Option jedoch auf unserer Reise nicht benötigt.

    Japan Rundreise 3 Wochen: Route, Planung & Insider-Tipps, Verkehrsmittel

    Was darf ich in Japan und was nicht?

    • Die Kunst des Anstellens (Queueing): In Japan stürmt niemand einfach so zur Tür, wenn der Zug einfährt. Es herrscht absolute Ordnung.
    • Bodenmarkierungen beachten: Auf dem Bahnsteig seht ihr Markierungen (Pfeile, Dreiecke oder Kreise) genau dort, wo die Türen aufgehen werden.
    • Die richtige Reihe (meist für den Regional- und Fernverkehr): Oft seht ihr zwei verschiedene Linien oder Farben am Boden. Das ist entscheidend!
      • Reihe 1 ( 先発- Senpatsu): Für den Zug, der als Nächstes kommt.
      • Reihe 2 ( 次発- Jihatsu): Für den Zug danach (übernächster Zug).
      • Der Trick: Schaut auf die Anzeigetafel. Wenn euer Zug erst in 10 Minuten kommt, stellt euch in die zweite Reihe. Sobald der erste Zug weg ist, rückt ihr vor.
    • Erst aussteigen lassen: Das wird in Japan religiös befolgt. Man stellt sich links und rechts der Tür auf, lässt eine breite Gasse und betritt den Zug erst, wenn der letzte Passagier draußen ist.
    • Ruhe im Karton: Wenn ihr in Tokio in eine U-Bahn steigt, werdet ihr eines sofort bemerken: Es ist totenstill, selbst wenn der Zug voll ist.
    • Telefonieren ist Tabu: Es gilt als extrem unhöflich („Meiwaku“ – eine Belästigung für andere), im Zug zu telefonieren. Egal wie kurz, egal wie wichtig.
    • Kein lautes Reden: Unterhaltet euch nur im Flüsterton. Lachen, Rufen oder laute Diskussionen über das Abendessen sind hier fehl am Platz.
    • Handy auf lautlos: In Japan heißt der Lautlos-Modus am Handy sogar offiziell Manner Mode. Aktiviert ihn, bevor ihr einsteigt.
    • Platz machen & Rucksack-Regel: In der Rush Hour wird es kuschelig. Hier gilt: Jeder Millimeter zählt.
    • Rucksack nach vorne: Tragt euren Rucksack nicht auf dem Rücken (wo er andere anhaut, wenn ihr euch dreht), sondern vor dem Bauch oder stellt ihn zwischen eure Beine auf den Boden. Das ist die absolute Nummer-1-Regel für Touristen!
    • Priority Seats: Die Sitze an den Enden der Waggons (andersfarbiger Stoff, Piktogramme) sind für Ältere, Schwangere oder Verletzte reserviert. Lasst sie frei, oder springt sofort auf, wenn jemand kommt, der sie braucht.
    • Essen & Trinken, hier muss man unterscheiden: Shinkansen (Schnellzug) / Green Car: Hier ist Essen erlaubt und gehört dazu (Stichwort: Ekiben-Boxen). Es gibt Klapptische und Getränkehalter. Normale U-Bahn / Commuter Trains: Essen ist verboten. Kein Burger, kein Döner, kein Eis. Einen Schluck Wasser aus der Flasche zu trinken ist okay, aber vermeidet alles, was riecht oder krümelt.

    >> FORTSETZUNG FOLGT !!!

    1 Gedanke zu „Japan Rundreise 3 Wochen: Route, Planung & Insider-Tipps“

    1. Wir sind dieses Jahr auch in Japan und eure Reisetipps sind sehr hilfreich. Freue mich schon auf mehr von eurer Japan-Reise. Wird es noch Beiträge zu Städten wie Tokio oder Osaka geben?

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