Rosinenbrötchen wie früher – einfach, schnell und super fluffig

Ich mochte Rosinen früher wirklich nicht. Wenn irgendwo welche drin waren, habe ich sie rausgepult und beiseitegelegt. Ohne großes Drama, aber eben sehr konsequent. Umso seltsamer, dass Rosinenbrötchen und ein gutes Bircher Müsli für mich immer anders waren. Nicht nur akzeptiert, sondern eher angehimmelt. Die Mischung aus fluffigem Hefebrötchen und der intensiven Süße der Rosinen hat einfach gematcht Nichts war zu viel, nichts hat gestört. Ich kann sie zu jeder Tageszeit essen, egal ob man richtig Hunger hat oder einfach nur Lust auf etwas Kleines. Rosinenbrötchen sind immer praktisch, immer lecker, nie kompliziert. Schnell aus dem Rucksack gezogen, kurz abgebissen, weitergemacht. Und genau das ist mir bis heute im Kopf geblieben: dieses unkomplizierte.

Portionen: ca. 10 Stück | Zeit: ca. 145 + 25 Min. | Schwierigkeitsgrad: Einfach

Omas Rosinenbrötchen – einfach, schnell und super fluffig
Omas Rosinenbrötchen – einfach, schnell und super fluffig

Frischhefe oder Trockenhefe – was passt besser?

Grundsätzlich funktioniert beides, du kannst also problemlos das nehmen, was du gerade im Haus hast. Trockenhefe ist sehr praktisch, weil sie lange haltbar ist und einfach im Vorratsschrank liegen kann. Ich selbst greife gern zu Frischhefe, vor allem bei Zopf oder Blechkuchen. Der Teig wird damit besonders locker und geschmacklich etwas runder. Zur Umrechnung gilt: Ein Würfel Frischhefe mit 42g entspricht zwei Tütchen Trockenhefe mit je 7g. Ein halber Würfel Frischhefe entspricht einem Tütchen Trockenhefe. Wenn du eine Glasschüssel verwendest, kannst du gut beobachten, wie der Teig aufgeht und ob die Hefe ihre Arbeit gemacht hat. So lässt sich auch leicht erkennen, wann der Hefeteig richtig gereift ist.

Warum geht mein Hefeteig nicht auf?

Wenn ein Hefeteig nicht aufgeht, liegt es oft an Kleinigkeiten. Zu heiße Flüssigkeit ist einer der häufigsten Gründe, denn Hitze kann die Hefe schädigen. Auch die Zeit spielt eine große Rolle. Hefeteig lässt sich nicht hetzen und braucht je nach Raumtemperatur einfach Geduld. Ist es zu kühl, arbeitet die Hefe deutlich langsamer. Bitte passe deshalb die Zeit des Rezepts auf deine Raumtemperatur an. Wichtig ist, dass sich der Teig verdoppelt. Falls du gerne Hefeteigen backst, kann ich dir eine Gärbox ans Herz legen. Alles Wissenswerte in meinem Beitrag Gärautomat: Die richtige Teigtemperatur beim Brotbacken, oder direkt zum Produkt *Amazon Link. Manchmal ist die Hefe auch einfach nicht mehr ganz frisch, besonders wenn sie schon länger geöffnet war.

Rosinen, Sultaninen und Korinthen – warum sie nicht gleich sind

Lange Zeit habe ich zwischen Rosinen, Sultaninen und Korinthen keinen Unterschied gemacht. Das war für mich alles einfach „Rosinen“. Erst beim Backen merkt man, dass es da mehr gibt als nur die Farbe. Der Unterschied liegt nicht nur an der Traube, sondern vor allem daran, wie sie getrocknet wird. Klassische Rosinen trocknen langsam, meist an der Sonne oder in warmer Luft, und bekommen dadurch ihren dunkleren Farbton und den kräftigeren Geschmack. Sultaninen werden vor dem Trocknen kurz behandelt, damit sie schneller trocknen, sie bleiben heller, weicher und deutlich milder. Korinthen sind wieder etwas ganz anderes: sehr klein, sonnengetrocknet und geschmacklich intensiver.

Rosinenbrötchen lagern: So bleiben sie lange frisch und weich

Rosinenbrötchen schmecken frisch am besten, doch mit der richtigen Lagerung lässt sich die Haltbarkeit deutlich verlängern. Damit das Hefegebäck nicht austrocknet, solltest du es in Plastikfolie oder einem luftdichten Behälter aufbewahren. So bleiben die Brötchen für 2–3 Tage weich, ohne hart zu werden. Für reichlich Vorrat kannst du die Rosinenbrötchen auch problemlos einfrieren. Nach dem Auftauen kurz aufbacken oder im Ofen leicht erwärmen, so schmecken sie wieder fast wie frisch gebacken.

Mein Tipp: Rosinenbrötchen im Toaster

Wenn du das volle Aroma herausholen willst, habe ich einen absoluten Lieblings-Tipp für dich: Schneide die Rosinenbrötchen in etwa 2 cm dicke Scheiben und gib sie kurz in den Toaster. Durch das Toasten werden die Schnittflächen leicht knusprig, während der Kern fluffig bleibt. Zudem karamellisieren die Rosinen durch die Hitze leicht, was für einen unschlagbaren Geschmack sorgt. Ganz ehrlich: Ich mag die getoastete Variante richtig gern, dass ich meine Brötchen sogar dann toaste, wenn sie eigentlich noch frisch sind!

Omas Rosinenbrötchen – einfach, schnell und super fluffig

Rezept von Jochen
5.0 from 1 vote
Gang: KuchenKüche: DeutschSchwierigkeit: Einfach
Portionen

10

Stück
Zubereitungszeit

3

Stunden 
Backzeit

25

Minuten
Kalorien

357

kcal

Omas Rosinenbrötchen ganz einfach selbst gebacken: schnell gemacht, super fluffig und gelingsicher. Perfekt fürs Frühstück oder zum Kaffee.

Cook Mode

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Zutaten

  • Hefeteig Zutaten
  • 500 g 500 Weizenmehl Typ 405 oder 550

  • 250 g 250 Milch, zimmerwarm

  • 60 g 60 Butter, zimmerwarm

  • 1 Prise 1 Salz

  • 1 Stück 1 Ei (Gr. M)

  • 1 TL 1 Vanillepaste

  • 1 Päckchen 1 Vanillezucker

  • 55 g 55 Zucker

  • 150 g 150 Rosinen (variabel)

  • 15 g 15 Frischhefe

  • Eistreiche Zutaten
  • 1 Stück 1 Ei

  • 1 EL 1 Milch

Zubereitung

  • Alle Zutaten für den Teig in die Küchenmaschine geben und langsam kneten, bis sich der Teig sauber vom Schüsselrand löst. In meiner ProBaker dauert das bei mittlerer Geschwindigkeit (Stufe 30-40) ca. 5 Minuten. Den Teig anschließend aus der Schüssel nehmen, mit der Hand kurz rundwirken und wieder zurücklegen. Abdecken und je nach Raumtemperatur etwa 2 Stunden ruhen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.
  • Den Teig in 10 gleich große Portionen teilen, jede Portion rundwirken und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Abgedeckt nochmals circa 35 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 180 Grad Ober und Unterhitze vorheizen. Die Teiglinge mit Eistreiche bestreichen und etwa 25 Minuten goldgelb backen.
  • Kurz abkühlen lassen und am besten noch leicht warm zu einem Kaffee oder Kakao genießen.
  • Zum Rezeptvideo: *klick mich (zu Watchbetter)

Notizen

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