Saftiger Apfel-Nusskuchen aus Dinkelmehl – einfach gemacht

Die einfachen Kuchen sind bei uns meist die, die am liebsten gebacken werden, und dieser Apfel-Nusskuchen aus reinem Dinkelmehl gehört definitiv dazu. Er ist schnell zusammengerührt, braucht nur eine Schüssel und kaum Vorbereitung und genau das macht ihn so unkompliziert. Die geraspelten Äpfel sorgen für eine tolle Saftigkeit und dafür, dass der Kuchen auch nach Tagen noch frisch schmeckt, während geröstete Nüsse Aroma bringen und die Krume locker und mürbe machen. Ich backe ihn gern, wenn Besuch kommt, weil er immer gut ankommt, aber genauso oft einfach für die Familie. Durch die einfache Zubereitung können Kinder gut mithelfen. Ob als Gugelhupf oder im Kasten, mit Puderzucker oder einer schokoladigen Glasur ist dieser Apfel-Nusskuchen ein unkomplizierter Klassiker, der immer passt.

Zubereitung des Teiges für Apfel-Nusskuchen aus Dinkelmehl.
Zubereitung des Teiges für Apfel-Nusskuchen aus Dinkelmehl.

Das Dinkelmehl kannst du problemlos durch Weizenmehl der Type 405 oder 550 ersetzen. Ich verwende dennoch am liebsten ein vollwertiges Dinkelmehl, nicht nur wegen seiner Nährwerte, sondern vor allem wegen des Geschmacks. Sein leicht nussiges Aroma gibt dem Kuchen eine besondere Note, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. In seinen Backeigenschaften unterscheidet sich Dinkelmehl kaum von herkömmlichem Weizenmehl, bringt jedoch einen deutlich höheren Mineralstoffgehalt mit. Magnesium, Zink und Eisen sind in Dinkel wesentlich stärker vertreten als in vergleichbaren Weizenprodukten. Wenn du eine Mühle zur Verfügung hast, lohnt es sich außerdem, den Dinkel frisch zu mahlen, denn das intensiviert das Aroma noch einmal spürbar.

Näheres zum Rezept

Welche Apfelsorten eignen sich besonders gut zum Backen?

Die Wahl der Äpfel ist in erster Linie Geschmackssache. Ich greife am liebsten zu süß-säuerlichen Sorten wie Topaz, rotem Boskoop oder Granny Smith, weil sie dem Kuchen eine angenehme Frische geben. Grundsätzlich lässt sich das Obst aber ganz flexibel austauschen, auch eingelegte Birnen passen hervorragend. Wenn du sehr saftige Früchte verwendest, solltest du lediglich darauf achten, die Flüssigkeitsmenge im Teig entsprechend anzupassen. Weitere Rezepte findest du auch auf meinem Instagram Kanal oder unter dem Blogbeitrag Kuchen, Torten und Süßes.

Wie lassen sich Nussreste am besten verwerten?

Viele kennen das Phänomen der angebrochenen Nusspackungen, die sich im Vorratsschrank sammeln, oder haben vielleicht sogar das Glück, einen ergiebigen Walnussbaum im Garten zu besitzen. Dieser Apfel-Nusskuchen ist eine einfache und sehr leckere Möglichkeit, solche Nussreste sinnvoll zu verwerten. Ob Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln oder Pecannüsse, hier entscheidet ganz dein persönlicher Geschmack. Durch kurzes Anrösten lässt sich das Aroma der Nüsse noch intensivieren, wobei eine geringe Hitze wichtig ist, damit keine bitteren Noten entstehen.

Wie wird Rührteig schön locker?

Der Teig für den Kuchen ist ein klassischer Rührteig, der entsteht, indem Butter, Zucker und Ei zunächst schaumig aufgeschlagen werden und anschließend alle trockenen Zutaten vorsichtig untergehoben werden. Je behutsamer du dabei vorgehst, desto luftiger wird der Teig. Am besten hebst du die trockenen Zutaten mit einem Teigspatel oder einem Schneebesen unter die Eimasse. Dabei gilt ganz klar: weniger ist mehr. Sobald sich alle Zutaten zu einer homogenen Masse verbunden haben, solltest du nicht weiter rühren. Ich arbeite hierfür bewusst mit einem einfachen Schneebesen und verzichte auf elektrische Geräte, um ein gutes Gefühl für die Konsistenz zu behalten.

Achte beim Rühren auf eine gemäßigte Geschwindigkeit, denn wird der Teig zu stark geschlagen, kann er schnell eine gummiartige Konsistenz bekommen. Alle Zutaten sollten möglichst Zimmertemperatur haben, da es vor allem beim Vermischen von kalter Butter und Eiern sonst leicht grisselig werden kann. Gibst du die Eier nach und nach zur zimmerwarmen Butter, entsteht eine besonders gleichmäßige und homogene Masse.

Zubereitung des Teiges für Apfel-Nusskuchen aus Dinkelmehl.
Zubereitung des Teiges für Apfel-Nusskuchen aus Dinkelmehl.
Zubereitung des Teiges für Apfel-Nusskuchen aus Dinkelmehl.

Was Dinkel so besonders macht

Schon vor über 1000 Jahren beschrieb Hildegard von Bingen das Dinkelkorn wie folgt: Dinkel ist das beste Getreide, fettig und kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner. Es verschafft dem, der es isst, ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut. Die Seele des Menschen macht er froh und voll Heiterkeit. Und wie immer zubereitet man ihn isst, sei es als Brot, sei es als andere Speise, ist er gut und lieblich und süß. (Hildegard von Bingen)

Um die vollen Vorzüge von Dinkel nutzen zu können, empfiehlt es sich, eine Sorte zu verwenden, die nicht mit Weizen gekreuzt ist. Dabei handelt es sich um sogenannten Urdinkel. Er enthält besonders hochwertiges Eiweiß, das für den Aufbau körpereigener Substanzen wichtig ist, sowie wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen. Zusätzlich liefert er B-Vitamine, Tryptophan und mehr Silizium als herkömmlicher Weizen.

Saftiger Apfel-Nusskuchen aus Dinkelmehl – einfach gemacht

Rezept von Jochen
4.5 from 6 votes

Dieser Apfel-Nusskuchen aus 100 % Dinkelmehl gehört bei uns zu den liebsten Kuchen. Er wird in einer Schüssel zusammengerührt, braucht kaum Vorbereitung und überzeugt mit saftigen, geraspelten Äpfeln, aromatischen Nüssen und einer locker-mürben Krume.

Gang: Kaffee und KuchenKüche: Kuchen und CoSchwierigkeit: Einfach
Portionen

1

Kuchen
Zubereitungszeit

30

Minuten
Backzeit

1

Stunde 
Kalorien

320

kcal
Cook Mode

Bildschirm eingeschaltet lassen

Zutaten

  • 250 g Butter

  • 50 g Dinkelvollkornmehl

  • 100 g Dinkelmehl Typ 630

  • 5 Stück Eier

  • 200 g gemahlene Mandeln

  • 100 g gehackte Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln etc.)

  • 1 Stück geriebener Apfel

  • 200 g Zucker

  • 1 Pack Vanillezucker

  • 2 TL Backpulver

  • 1 TL Zimt

Zubereitung

  • Die Eier trennen und das Eiweiß zu einem festen Eischnee aufschlagen.
  • Das Eigelb mit der Butter, dem Zucker und dem Vanillezucker in einer separaten Rührschüssel *Amazon Link schaumig aufschlagen. Alternativ kannst du auch eine Küchenmaschine verwenden. Diese hier verwende ich für meine Rezepte *Amazon Link
  • Mehl, Backpulver und Zimt in die Eigelbmasse sieben, gemahlene Mandeln, geriebener Apfel und gehackte Nüsse vorsichtig mit einen Teigschaber *Amazon Link unterheben.
  • Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben und in eine vorgefettete Kuchenform füllen.
  • Den Kuchen bei 175° Ober-/Unterhitze für ca. 60 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen nach 60 Minuten testen, ob auch kein Teig mehr kleben bleibt.
  • Nach dem Backen sollte der Kuchen noch 15 Minuten ruhen, bis er gestürzt werden kann.
  • Mit Puderzucker bestreuen und genießen.
  • Viel Spaß euch beim Nachbacken!

Notizen

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10 Kommentare zu „Saftiger Apfel-Nusskuchen aus Dinkelmehl – einfach gemacht“

        1. Hey 🙂 danke dir für den Hinweis, ich habe das Rezept nun etwas genauer beschrieben. Das Eiweiß gebe ich ganz zum Schluss hinzu und hebe es nur sehr vorsichtig unter, sodass der Kuchenteig schön luftig ist. So wird er am Besten. Viele liebe Grüße Jochen 🙂 PS: bin gespannt auf dein Feedback.

    1. Hallo Jochen!
      ich wollte deinen Nusskuchen backen , da er sich sehr lecker anhört:)
      Nun habe ich eine Frage, da ich nicht so die Backkönigin bin.
      Im ersten Schritt schlägst du das Eisweiß zu Einschnee. wann kommt denn diese Masse mit in den Kuchen? nach Punkt 4? hebe ich den Einschnee dann einfach nur unter am Ende?
      Liebe Grüße Tanja

      1. Hey Tanja! 🙂
        das freut mich und ich bin gespannt was du sagst. Ich habe das Rezept etwas genauer beschrieben, danke dir für den Hinweis. Das Eiweiß gebe ich ganz zum Schluss hinzu und hebe es nur sehr vorsichtig unter, sodass der Kuchenteig schön luftig ist. So wird er am Besten. Viele liebe Grüße Jochen 🙂

  1. Hallo Jochen!
    ich wollte deinen Nusskuchen backen , da er sich sehr lecker anhört:)
    Nun habe ich eine Frage, da ich nicht so die Backkönigin bin.
    Im ersten Schritt schlägst du das Eisweiß zu Einschnee. wann kommt denn diese Masse mit in den Kuchen? nach Punkt 4? hebe ich den Einschnee dann einfach nur unter am Ende?
    Liebe Grüße Tanja

  2. Hallo Jochen der Kuchen ist sehr gut geworden und bei der Fämelie gelobt worden.Es hat sich gelohnt mal wieder sich die Zeit zum backen zu nehmen.Super Rezept .Danke

  3. Esse ihn gerade zum Kaffee – wirklich ein Highlight (auch wenn ich ihn nur mit Dinkelvollkornmehl gemacht habe). Und ich backe schon mehr als 45 Jahre Kuchen bis hin zu Motivtorten. Dieser Kuchen ist ein wahrer Gaumenschmaus! Sehr empfehlenswert

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