Vietnamesische Frühlingsrollen (Chả Giò) – knusprig vegan
Vietnamesische Frühlingsrollen, auf Vietnamesisch Chả Giò, sind absolute Klassiker der Streetfoodküche. Traditionell kommen sie mit Fleisch auf den Teller, ich mache sie in meinem Rezept vegan, ohne dass dabei etwas vom typischen Geschmack verloren geht. Die Kombination aus würziger Füllung und knuspriger Hülle ist einfach unschlagbar und dabei viel leichter zuhause umzusetzen, als man denkt. Mit ein paar einfachen Tipps gelingen sie dir ganz sicher fast wie direkt aus meinem Lieblings-Streetfood-Stand in Saigon. Wenn du Lust auf mehr authentische vietnamesische Rezepte und persönliche Einblicke in meine Reisen hast, schau gerne meinen Beitrag *mehr über Vietnam an.


Frühlingsrollen selbst zu machen macht nicht nur ein Heidenspaß, sie sind auch richtig lecker. Das Besondere an der vietnamesischen Variante ist die Hülle. Statt der klassischen Teigblätter, wie man sie aus der chinesischen Küche kennt und die du natürlich auch verwenden kannst, kommt Reispapier zum Einsatz. Beim Ausbacken entstehen so die typischen Bläschen, außen knusprig und innen saftig. Was Frühlingsrollen aber wirklich unterscheidet ist die Füllung. In unserem Rezept kommt zwar kein Fleisch rein, aber mit frischem Gemüse und Gewürzen entsteht ein herzhafter Umami-Geschmack, der einer Fleischvariante in nichts nachsteht. Du weißt genau was drin ist, und kannst nach Lust und Laune abwandeln. Selbstgemacht schlägt jede Tiefkühlvariante mit Leichtigkeit.
Zutaten, Zubereitung und UMAMI: unsere veganen Frühlingsrollen
In unserer veganen Version verwenden wir etwa 1 kleinen Spitzkohl (ca. 250 g), 4 Kartoffeln, 3 Karotten, 2 Zwiebeln und 6 Champignons. Dazu kommen 2 Knoblauchzehen und ein walnussgroßes Stück Ingwer, die wir zu einer Paste verarbeiten. Gewürzt wird mit 3 Esslöffeln Sojasauce, 1 Teelöffel 5-Spice-Pulver und 1 Teelöffel Kümmel. Außerdem kommen 4 Mu-Err-Pilze, 1 Esslöffel Sesamöl und 1 Esslöffel neutrales Öl dazu sowie in Gemüsebrühe eingeweichtes Sojagranulat und eingeweichte Glasnudeln. Das Gemüse wird zusammen mit der Paste und den Gewürzen bei geringer Temperatur kurz angebraten, damit sich die Aromen entfalten. Danach heben wir Glasnudeln und Sojagranulat unter und binden die Masse mit Kartoffelstärke, damit sie später gut hält.
Für die Hülle nehmen wir traditionell Reispapier, etwa 1 Packung. Die Blätter werden nur leicht befeuchtet, idealerweise auf ein Reispapiergitter gelegt und eine Minute ziehen gelassen, bis sie faltbar sind. Wichtig ist, sie nicht zu durchnässen, sonst werden sie matschig. Die Rollen werden dann mit der Füllung gefüllt, sorgfältig eingewickelt und entweder in heißem Fett frittiert oder mit Öl bestrichen in der Heißluftfritteuse knusprig gebacken. So bekommst du herrlich krosse, blättrige Frühlingsrollen, die vegan, glutenfrei und voller Geschmack sind – fast wie frisch vom Streetfood-Stand in Saigon.
Frühlingsrollen knusprig machen: Frittieren, Backofen oder Heißluftfritteuse
Frittierte Frühlingsrollen: werden besonders knusprig und bekommen die typische goldbraune Farbe. Damit das gelingt, ist die richtige Temperatur entscheidend. Diese Fritteuse verwende ich *Amazon Link
- Öl auf 170–180 °C erhitzen.
- Die Frühlingsrollen kurz goldbraun frittieren, ohne dass sie zu fettig werden.
- Nach dem Frittieren auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Backofen-Frühlingsrollen: sind eine fettärmere Alternative, die trotzdem schön knusprig werden. Mit ein wenig Öl und der richtigen Backzeit klappt das super.
- Rollen mit etwas Öl bestreichen und auf Backpapier legen.
- Bei 200 °C Umluft für ca. 15–20 Minuten backen.
- Zwischendurch wenden, damit sie rundum gleichmäßig knusprig werden. So sparst du Fett und bekommst trotzdem eine tolle Kruste.
Heißluftfritteuse-Frühlingsrollen: verbindet das Beste aus beiden Welten: knusprig, aber mit wenig Fett. So kannst du deine Frühlingsrollen schnell und gesund zubereiten. Diese Fritteuse nutze ich *Amazon Link
- Rollen leicht mit Öl einsprühen oder bepinseln.
- Bei 180 °C etwa 12 Minuten garen.
- Zwischendurch wenden, damit sie gleichmäßig braun und knusprig werden. So bleiben sie fettarm und lecker.
Frühlingsrollen auf Vorrat – zum Einfrieren bestens geeignet
Frühlingsrollen kurz vor Ende aus der Fritteuse nehmen und abkühlen lassen. Dann im 5er-Pack in einen Gefrierbeutel geben und ab damit in den Tiefkühler. Die gefrorenen Frühlingsrollen kannst du super einfach im Toaster wieder frisch aufbacken oder noch mal kurz in die Heißluftfritteuse oder den Backofen geben. So bleiben sie schön knusprig – fast wie frisch gemacht.
