Zwetschgenblootz mit Streusel

Saftiger kann ein Blechkuchen nicht sein. Omas Zwetschgenblootz nach altem Rezept. Für mich eine echte Herzensangelegenheit! Fluffiger Hefeteig trifft auf saftige Zwetschgen und zimtig-süße Streusel. Warm aus dem Ofen erinnert mich dieser Blechkuchen an die Zeit meiner Oma. Ein heißes Stück direkt auf die Hand – für mich ein Klassiker, den ich sehr gerne backe. Anstatt der Zwetschgen könnt ihr auch anderes Obst verwenden. Das Rezept lässt sich saisonal wandeln und ist der Allzwecktipp schlechthin für einen gut gedeckten Kaffeetisch. Weitere Rezepte rund um das Thema Kuchen und backen findest du auch auf meinem Instagram Kanal oder im Beitrag Kuchen, Torten und Süßes.

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Gewusst? Pflaume vs. Zwetschge. Pflaumen sind weicher in der Konsistenz und etwas süßer. Zwetschgen sind vom Fruchtfleisch trockener & besser für den Kuchen geeignet, da die Flüssigkeit nicht zu stark austritt.

Was bedeutet Blootz?

In meiner Heimat, dem schönen Taubertal, ist vielen das Wort Blootz geläufig. Doch nur wenige kennen auch den Hintergrund des Namens. Der Blootz ist ein klassischer Blechkuchen in süß oder salzig. Hefeteig wird auf einer Form dünn ausgewellt und mit saisonalem Obst oder Gemüse belegt. Blootz bedeutet im hochdeutschen Platz. Durch die flache Form war immer noch etwas Platz im Holzofen vorhanden. Es war ein Kuchen, der die letzte Lücke mit leckeren Teigresten schließt.

Wie lagere ich meinen Zwetschgenblootz oder Zwetschgendatschi

Der Zwetschgenblootz darf ruhig etwas durchziehen, so nimmt der Teig die optimale Saftigkeit an. Man kann die übrig gebliebenen Stücke auch auf der Obstseite lagern. Dadurch wird die Flüssigkeit weniger aus dem Obst gezogen und die Zwetschgen bleiben in sich deutlich saftiger. Vor dem Servieren jedoch umdrehen und im Ofen anwärmen. So schmeckt er wieder frisch und lecker.

Der perfekte Hefeteig für deinen Zwetschgenblootz

Hier zeige ich dir ein Grundrezept mit Geling-Garantie. Die Zubereitung habe ich bewusst einfach gehalten. Das Ergebnis ist ein saftiger Hefeteig, den du für viele Rezepte verwenden kannst. Hefeteig gehört in so jede Backstube und ist eine Basis für viele Rezepte. Überzeugt euch selbst.

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Hefeteig Grundrezept

Der Hefeteig ist ein echter Allrounder. Zimtschnecken, Blechkuchen, Krapfen aber auch salzige Gerichte greifen auf den fluffigen Klassiker zurück. Auch in deiner Küche darf keinesfalls ein gutes Hefeteigrezept fehlen. Der Ablauf wird oft mit einer Zubereitung verbunden, die anspruchsvoll ist. Dies möchte ich dir mit diesem Rezept widerlegen, denn es kann so einfach und Geling-Sicher sein. Hefeteig mag es kuschelig warm aber nicht heiß. Achte stets auf eine für dich angenehme Temperatur, dann fühlt sich auch dein Hefeteig wohl.

Die Zubereitung

(1) 250ml lauwarme Milch, einen halben Würfel Frischhefe, sowie 50g Zucker mischen.

(2) 80g Butter, 1 Ei und 500g gesiebtes Mehl beimengen und für 5-7 Minuten zu einem homogenen Teig kneten.

Tipp: Sobald der Teig ausreichend geknetet wurde, löst er sich ohne Rückstand von der Schüssel.

(3) 60 Minuten an einem warmen Ort ruhen, das Volumen sollte sich dabei bestenfalls verdoppeln.

In einer Glasschüssel kann die Volumenzunahme einfach beurteilt werden, auch eine Kennzeichnung der Schüssel ist möglich. Die Aufnahmen für einen Vergleich sind bei einer Raumtemperatur von ca. 20-22 °C entstanden.

Apfel Statt Zwetschge

Äpfel zählen gemeinsam mit den Zwetschgen zu den Allzeit-Klassiker meiner Oma. Meist gab es ein großes Blech, zur einen Hälfte belegt mit süß-säuerlichen Äpfel und zur anderen mit herben Zwetschgen. Omas Apfelblootz war insbesondere bei Kindern ausgesprochen gefragt. Zimt setzt dem Blechkuchen eine Krone auf. Welches Obst du grundsätzlich verwendest, ist erstmal eine Geschmacksache. Je saftiger die Früchte, desto mehr wird dein Hefeteig aufnehmen. Zu viel Flüssigkeit würde den Hefeteig durchweichen, was aber nicht unbedingt etwas schlechtes sein muss.

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Oma´s Zwetschgenblootz

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Klassischer kann ein Blechkuchen nicht sein. Fluffiger Hefeteig, saftige Zwetschgen und zimtig-süße Streusel. Warm aus dem Ofen erinnert mich dieser Blechkuchen immer an die Zeit meiner Oma als die Bleche frisch aus dem Holzofen gezogen wurden. Keiner konnte dabei widerstehen – für mich ein Klassiker den ich immer wieder gerne backe. Anstatt der Zwetschgen könnt ihr natürlich auch jegliches anderes Obst verwenden. Das Rezept lässt sich demnach super saisonal anpassen und ist sozusagen ein Allzwecktipp.

einfach
  • Vorbereitungszeit:
    30 Minuten
  • Backzeit:
    1 Stunden
  • Gesamtzeit:
    1 Stunden 30 Minuten

Zutaten

1 Stück
Hefeteig klassisch
500 g Mehl
50 g Zucker
80 g Butter
1 Ei
1/2 Würfel Frischhefe
250 ml Milch
Belag
1.5 kg Zwetschgen
100 g Butter
150 g Mehl
140 g Zucker
1 TL Zimt
1 Vanillezucker

Utensilien

Zubereitung

Hefeteig

  1. Hefe und Zucker in der lauwarmen Milch auflösen.
  2. Restliche Zutaten hinzugeben und zu einem homogenen Teig verarbeiten.
  3. TIPP: Der Hefeteig ist ausreichend geknetet, wenn keine Rückstände in der Schüssel mehr zu sehen sind.
  4. An einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen – das Volumen sollte sich grob verdoppeln.
  5. Das Backblech mit Backpapier auslegen und den Hefeteig im Blech dünn ausrollen.

Belag

  1. Zwetschgen halbieren, den Kern entfernen und die Hälften nochmals zu Viertel teilen. Schneidet die Hälften nicht komplett durch, sodass die zwei Viertel noch aneinander hängen.
  2. Die Zwetschgen eng beieinander auf dem Hefeteig, reihenweise verteilen.

Streusel

  1. Butter, Zucker, Mehl und Zimt zu einem bröseligen Teig verarbeiten.
  2. Die Brösel gleichmäßig auf den Zwetschgen verteilen.
  3. Bei 180 Grad ca. 30min Backen und gerne noch warm genießen.

Wie findest du das Rezept?

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